Pflanzen im Heim | Orchideen richtig pflegen

Orchideen pflegen erfordert ein wenig Gefühl | Photo by Chris Barbalis on Unsplash

Wie pflege ich Orchideen richtig?

Die Faszination wunderschöner Orchideenblüten ist leicht nachzuvollziehen. Die Pflege von Orchideen ist für viele Menschen jedoch ein Buch mit sieben Siegeln. Nachdem wieder eine Pflanze das Zeitliche gesegnet hat, geben sie auf. Geben Sie sich einen Ruck! Denn mit ein wenig Leidenschaft ist die Pflege der Orchidee machbar, schon mit einem ersten Tipp: Nicht zu viel Wasser! 

Anziehend schön, die Orchidee

In der Tat ist sie ein Außenseiter, denn mit einem Blick in den Topf wird klar: Hier ist gar keine Erde vorhanden! Fangen Sie jetzt nicht an, das arme Geschöpf umzutopfen und ihr einen Erdballen zu verpassen. Ein herzliches Dankeschön in Form von tollen Blüten werden Sie nämlich vermissen. Für die Pflege von Orchideen sollten Sie einige wichtige Details wissen. 

Giessen Sie Orchideen lieber einmal zu wenig als zu viel! Photo credits: Pixabay

Die Orchidee: Pflegeleicht im Ursprungsland 

Orchideen wachsen in ihren Heimatländern auf Bäumen und nicht auf dem Boden. Die Äste der riesigen Urwaldriesen werden dabei als Unterlage genutzt, um sich etwas vom Sonnenlicht zu erhaschen. Orchideen lieben also das Licht, jedoch keine übermäßige Sonneneinstrahlung. Sie ernährt sich nicht etwa vom Baum selbst, sondern holt sich die Nährstoffe mit ihren langen Wurzeln aus der Luft und dem Regenwasser des Urwaldes. In Trockenzeiten herrscht hier jedoch aufgrund der dichten Baumkrone noch immer ausreichend Luftfeuchtigkeit, um die Pflanze zu versorgen. Die Wurzeln benötigen also zum Überleben dringend Luft, unter der Erde sterben diese innerhalb weniger Wochen ab. 

Clevere Lösung: Standortbedingungen nachahmen 

Ideal ist deshalb der Standort einer Fensterbank, jedoch ohne besagtes direktes Sonnenlicht. Hier ist die Orchidee pflegeleicht zu handhaben und erfreut sich am Licht. Optimal sind Fenster in Richtung Osten oder Westen. Hier ist der Lichteinfall am Morgen und Abend gross, die Pflanzen stehen jedoch nicht ständig unter direkter Sonneneinstrahlung. In heissen Sommermonaten darf sie auch gern im Schatten einer großen Zimmerpalme stehen. Sorgen Sie also für ein Zusammenspiel von Licht und Schatten, das hochwachsenden Bäume mit dichter Krone ähnelt.

Um genau diese Lebensbedingungen nachzuahmen, gibt es Pflanzgefäße für Orchideen. Sie bestehen aus einem inneren Pflanztopf, der mit dem Orchideen-Substrat befüllt wird. Die Wurzeln bekommen hier die notwendige Luft, während überflüssiges Wasser abläuft. Die zwei wichtigsten Regeln um Orchideen zu pflegen. Wie so ein Orchideen Pflanztopf aussehen kann, sehen Sie an diesem Beispiel. Der Vorteil hierbei ist, dass er Ihnen die Kontrolle des Wassers abnimmt und die Wurzeln keine nassen Füsse bekommen. 

Ein weiterer Tipp zum Thema Orchideen umtopfen 

Orchideen müssen erst nach zwei bis drei Jahren umgetopft werden. Hierfür gibt es ein spezielles Orchideensubstrat, das aus Rinde und anderen Bestandteilen besteht. Wichtig ist die Luftdurchlässigkeit. Hier sollten Sie Produkte auswählen, die wenig Torf enthalten, dann bleibt Ihre schöne Orchidee gesund und pflegeleicht. Je grober die einzelnen Stücke sind, umso besser für die Wurzeln, die sich immer nach Luft sehnen. 

Orchideen richtig giessen 

Grundsätzlich mögen sie natürlich das Regenwasser. Wenn es Ihnen nicht möglich ist, Regenwasser zu nutzen, dann lassen Sie das Gießwasser vorher einige Tage stehen. Und da Sie bei der Pflege von Orchideen ohnehin mit einer Sprühflasche arbeiten, sollte diese ebenfalls immer bereitstehen. 

Orchideen düngen  

Für viele Menschen ein Rätsel an sich. Doch werfen wir noch einmal einen Blick in den natürlichen Lebensraum der Orchidee, dem Regenwald. Sie wählen sich die Höhe statt dem Boden, um mehr Licht zu bekommen. Gleichzeitig fehlt es hier jedoch an vielen Nährstoffen, die in der fruchtbaren Erde vorhanden sind. Das bedeutet, sie ist ein Überlebenskünstler und gedeiht auch mit einem Mindestmaß an Nährstoffen. Denn die Nährstoffe auf der natürlichen Baumrinde sind ebenfalls sehr begrenzt. Auf gar keinen Fall darf eine Orchidee einmal wöchentlich gedüngt werden. Auch alle zwei Wochen sind definitiv zu viel des Guten! Die Wurzeln vertragen den hohen Salzgehalt nicht und sterben in kürzester Zeit ab. 

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Eine einfach Regel besagt: Mit einem neuen Trieb oder Blatt, darf ein wenig gedüngt werden. Andererseits kann die Orchidee mit dem Düngen auch nicht zum Wachstum angeregt werden! Die Wachstumsphase der Orchidee liegt zwischen Frühling und Herbst. In dieser Zeit können Sie Ihre Orchideen ein bis maximal zweimal im Monat düngen. Wichtig ist die Wahl des richtigen Produkts, in diesem Falle ist es ein spezieller Orchideendünger, der genau auf die Bedürfnisse dieser Zimmerpflanzen abgestimmt ist. Ideal sind natürliche Orchideendünger, die den Boden und das Grundwasser nicht belasten. 

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